Erscheinungen d. Pffanzensekens. §. § 5 . 295
dünnen, auszudehnen und nach oben zu treiben, umdas Aufsteigen der Säfte zu erklären, 'b) Durch Wäh-rung entwickele sich, meint Christ. Wolff, die Luft,die alle Säfte, vermöge ihrer größer» Leichtigkeit auf-wärts treibe. '?) Eben so urtheilten Phil. de laHj-re*°) und Benedict Stähelin *') Der erstere nahmwillkürlich Klappen in den auf, und absteigenden Röh-ren der Pflanzen an, widerlegte aber die Meinungderer, die das Aufsteigen des Wassers in Löschpa-pier oder Schwamm mit der Bewegung der Säftein Pflanzen verglichen. Weder Hitze noch Kälte än-dert etwas in jenem mechanischen Aufsteigen; aucherhebt sich die Flüssigkeit bey weitem nicht so hoch,als in lebenden Pflanzen. Er konnte sie nur auf12—14 Zoll treiben. Diese Versuche wiederholteDuhamel mit demselben Erfolg.")
Früher hatte schon Parent die Neigung derPflanzen gegen das Licht aus dem Austrocknen der Fa-sern nach der Sonne zu und aus einer magnetischenKraft hergeleitet; aber doch auch angenommen, daßdie Bewegungen der Sensitiven mit den Zuckungen derThiere zu vergleichen seyn.
,8) Ailsm. äs1700. p. 78.
. rz) Vernünftige Gedanken »o» den Wirkungen der Na-tur , S- rzo.
2v) Allem, äs 1700. p. 2g/.
21) Ob«erv. anskoin. er borrnic. Lsril. r^Zr. 4.
22) INl)5>^us äei »rbre», vol. II. p. 2Z4.lliil. äs l' i>c. äs r-ri-, 1710. x. 84 — I»-