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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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309
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Erscheinungen d. Pflanzenlebens. §. 58. Z09

des Treibkastens sehr oft 8 o bis 85', und doch gehtaller. Trieb nach oben. Auch widerspricht jener An-nahme die kühle Temperatur des Bodens, womit gleich-wohl das Wachsthum der Wurzeln besteht.

Daß die Gesetze der Anziehung in Haarröhrchenauf das Aufsteigen der Säfte in den Pflanzen nicht an-wendbar sind, kann man mit Marum daraus bewei-sen, daß, nach Musschenbroeks Berechnung, dieHöhe des in Haarröhrchen aufgestiegenen Wassers inumgekehrtem Verhältniß zu dem Quadrat des Durch-messers des Haarröhrchens steht. Wenn nun dieSchraubengänge den aoosten Theil einer Linie imDurchmesser haben: so würden sie als Haarröhrchen,die Säfte nur bis auf eine Höhe von 7^ Zoll treiben.Da nun aber dieser Durchmesser viel zu geringe ange-schlagen ist, indem es auch (§. 21. S. rzz.) Schrau-bengänge giebt, die den 64 Theil einer Linie dick sind:so würde die Höhe des aufsteigenden Saftes noch vielgeringer seyn, wenn sie bloß als Haarröhrchen wirk-ten. Dazu kommt, was Giobert schon bemerkthat, daß die Haarröhrchen nur dann wirken, wennsie inwendig glatt sind, die Schraubengange aber undandere Gefäße, denen man das Saftführen zuschrei-ben kann, sind inwendig nicht ganz glatt, sondern mitHervorragungen versehen und rauh. Ferner behaltendie Haarröhrchen die einmahl angezogene Flüssigkeitunabänderlich, ohne sie weiter zu treiben ; aber in denSaftröhren wird die Flüssigkeit unaufhörlich weiter ge-

s§) kecbeictw» «ur Ir» eogrsi-. p. las.