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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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317
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Erscheinungen d. Pflanzenlebens. §. 5 y. 517

Düngesalz auch den Gctraide-Ertrag der Aecker, aberdas Einweichen der Körner in übergesäuerter Salzsäurebeschleunige zwar das Keimen, doch blieb das Getrai-de schlecht und zwcywüchsig. Sehr interessant sindauch seine Bemerkungen über den Arsenik, der alsDüngesalz benutzt, nicht allein keine Spur seiner gifti-gen Beschaffenheit dem Getraide mittheilt (§. Z4.),sondern auch das Wachsthum und den Ertrag dessel-ben ungemein befördert. Eben so günstig sprechen sei-ne Versuche für die Wirkungen des Kochsalzes und Sal-peters, welcher letztere aber nur dann die Vegetationkräftig befördert, wenn er an der Luft zersetzt wird,und in Sauer-und Stickstoff übergeht. Schwefel-säure hingegen kann keinen guten Erfolg haben, dasie durch Verbrennung und Zerstörung wirkt. Thou-venel und C 0 rnette ahnten daher schon die Wahr-heit, da sie behaupteten, die Salze des Bodens drin-gen nicht in die Wurzeln, sondern wirken bloß zusam-menziehend (reizend durch entbundenen Sauerstoff)auf dieselben.

Daß durch Einweichen in Essig das Keimen desWaizens befördert und der Brand abgehalten werde,versichert Joze Verissimo Alvaresde Silva ?4).

Nach Hassenfratz scheint es sogar, daß derSchnee darum der Vegetation so zuträglich ist, weiler mehr Sauerstoff enthält; indessen verdienen dieseVersuche Bestätigung. Humboldts Versuche

HZ) Hlöm. mslke'm, «r 6« j>dv». rom. II. p. I.

94) ^lemorisi «is sAriculturs, premiakias si?!» sc»<1. >l«««cienc. cls >86. I.i»boa. 1788- 8-

9;) Hkkml> städps Archiv, B. I. S. gor.