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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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319
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Erscheinungen d. Pflanzenlebens. H. 59. z 19

Drittheile seines eigenen Volums; in 42 Stunden be-trägt die verschluckte Menge Sauerstoff ein Viertheilmehr, als das Volum der Pflanze ausmacht. Ist diesgeschehen und die Pflanze mit Sauerstoff gesättigt: sobildet sie Kohlensäure. Im Sonnenlicht hingegen wirdfast eben so viel SauerstoffgaS wieder entbunden, alsdie Pflanze verschluckt hat; der Sauerstoff geht alsodurch Pflanzen, die im Sonnenlicht wachsen, frey hin-durch, und dient ihnen demnach bloß als Reizmittel.Selbst die Wurzeln bedürfen desselben; denn die En-den derselben in nicht athemfähige Luftarten getaucht,sterben ab, während andere, auf die Sauerstoff wir-ken kann, freudig fortwachsen. Der Sauerstoff wirdaber von den Wurzeln so reichlich verschluckt, daß eSoffenbar ist, sie verwenden ihn nicht zu ihrer Nahrung,sondern führen ihn den Blättern, die nun eben so vielSauerstoffgas wieder aushauchen, als die Wurzelnangesogen haben, dergestalt, daß die Luft nicht ver-mindert wird. Befinden sich aber die Wurzeln in ei-nem andern Behältniß, als die belaubten Zweige der-selben Pflanze: so wird die Luft in dem erstern ärmer,in dem letztem reicher an Sauerstoff. Darum ist dasAuflockern der Erde um die Wurzeln her den Obftbäu-mm und den Gewächsen, die in Töpfen stehn, so Vor-theilhaft.

Ferner ergaben Saussure's Versuche, daßPflanzen, die im Schatten stehn, weniger in reinemSauerstoffgaS gedeihen, als wenn ihm eine gewisse

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»ooj Das. p. „4.