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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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335
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Erscheinungen d. Psianzenlebens. §. 6i. zzz

Abwesenheit des Lichtes, sich öffneten und schloffen,doch jenes nicht m dem Grade und dieses nicht sospät, als im Freyen.^)

Man kann demnach diese Erscheinung als einenBeweis der reizenden Kraft des Lichts ansetzn. Istdie Pflanze in voller Lebenskraft: so wechselt die,An-strengung mit dem Nachlaß ihrer Thätigkeit sehr regel-mäßig ab. (Dieser Wechsel muß sich, je vollkomme-ner die Organisation ist, desto mehr im Aeußern zei-gen. Ausgebreitet und empor gerichtet, giebt diePflanze die ganze Fläche des Blatts dem wohlthätigenReize des Lichtes hin, der die Thätigkeit derselben solange anstrengt, bis sie erschöpft ist; dann nimmt daSBlatt eine Stellung an, wo es nicht mehr dem Lichte soviel Berührungspunkte darbietet; es entzieht ihm be-scnders seine obere Fläche, in welcher die Entwicke-lung des Sauerstoffs am lebhaftesten geschieht. ESist demnach nicht bloße Erschlaffung der gespanntenFasern, sondern eine Folge des durch dunkle Gefühlein den höher organisirten Pflanzen, wie in den Zoo-phytcn, geweckten Triebes , was den Blättern dieseverschiedene Stellung giebt.

Daß die Blätter, bey völliger Abwesenheit desLichts, sich bisweilen schließen, bisweilen offenblei-ben, hat unstreitig seinen Grund in dem verschiedenenGrade der Reizbarkeit. Denn je jünger die Pflanzeist, desto eher wird sie 'die Abwesenheit des Lichtesempfinden, desto eher wird sie aber auch durch zu heb-

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