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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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336
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zz6 Sieüentes Kapitel.

lcs Licht erschöpft werden. Aeltere und stärkere Pflan-zen ertragen die Abwesenheit der Reize eher. Darausist es auch zu erklären, warum nicht bloß das Licht,sondern auch andere Reize den gleichen Einfluß auf dieRichtung der Blätter haben. Pflanzen, die sehr trockenstehn und lange Zeit der Nahrung entbehrten, lasseneben so die Blätter hängen, als wenn sie schliefen.So wenig die Wärme an sich die nächste Ursache die-ser Erscheinung ist, so wirkt doch die Entziehung der,selben eben so auf daö Hängen der Blätter, besondersder zarten und jungen, als die Finsterniß, und die zustarke Hitze bewirkt auf gleiche Weise die Erscheinung,die wir Schlaf nennen. 4 °)

Vergleichen wir diese Erscheinung mit dem Zu-sammenfallen derer Pflanzen, welche der mechanischenReizung gehorchen: so sind offenbar beide nur Wir-kungen eines allgemeinen höheren Gesetzes, nach wel-chem die Spannung der Erregbarkeit sich vermindert,nachdem sie gesteigert worden. Beym Hecl^srn-unrfinden wir dieses Pulsiren, als bloße Folgedes Antriebes der Säfte, wodurch periodische Span-nung und Erschlaffung erzeugt wird. 47 ) In demOieranurn ackiantoickss wollte Susfren perio-dische Bewegungen und Oscillationen wahrgenommen

haben

46) Ritter a. a. O. S. 47 ?.'

47) Ritter a. a. O. S. 478. Dessen Beytr. zur nähern' Kenntn. des Galvünisnnls, B. U. St. z. 4. S. 26s.

S4y. z6r. Vergl. Meineke in Schriften der hall. na?<«rf. Gesell. S. 46.