Erscheinungen d. Pffanzenlebens. §. 62. zz?
hoben, die noch ähnlicher den periodischen Veränderun-gen »m thierischen Körper sind. 4b) Aber es sind bloßhygromrtrische Bewegungen in den Zähnen der Mün-düngö - Besetzung der Mooskapseln (.§. §8. S. zo6.)
§. 62.
Die Blumen - Uhr.
Mit dem Einfluß des Lichts, als Reizes, auf dieGewächse hängt eine andere Erscheinung genau zulam-n>en, nämlich das Oeffnen und Schließen der Blumenzu bestimmten Zeiten. Es ist bekannt, daß viele Blu-men nur am Tage offen, zur Nachtzeit hingegen ge-schlossen sind; daß manche hingegen, besonders Gac-rus ßrunckiUolug, triunAiiluris, Oenotfisrn.mollissirn«, tktrgsirers u. s. f. sich nur desAbend-öffnen, dagegen am Tage geschlossen sind. Unter de-nen, die nur am Tage offen sind, giebt es einige, dieganz feste Stunden beobachten, und wie die meistenCichoraceen des Morgens um 6 oder 7 Uhr sich öff-nen, des Abends aber um 8 oder y Uhr im Som-mer sich schließen; andere, wie die Gonvolvuli,A/l686iniiriantk6iiiÄ und Oxaliden, öffnen sich frü-her an langen, später an kürzern Tagen; noch andererichten sich ganz nach der Helligkeit oder Trübe desHimmels; bey bedecktem Himmel bleiben sie ganz ge-schlossen, wie Onlenckula pIuvialiZ und mehrereOxaliden, bey heiterer Luft öffnen sie sich sehr frühund schließen sich spät.
Es ist keinem Zweifel unterworfen, daß diese Er-scheinung m dem Reizverhältniß des Lichts gegründet48) blem. Ilirill. »I» XU1. p. gL- k.