ZZ8
Siebentes Kapitel.
ist, ohne daß man das Licht als hinreichende Ursacheannehmen kann. Denn je zarter die Blume ist, einendesto mäßigern Grad des Lichtes ertragt sie, so deß diezarten Oenotheren und Cactus - Arten nur die Dämme-rung der Sommernächte ertragen und dann auch ihrensehr starken Duft verhauchen. Auch schließen sichmanche Blumen bey sehr Hellem Lichte am ehesten: sieschließen sich, wenn es ihnen an Nahrung gebricht,und wenn ihnen die nöthige Wärme fehlt; daher imWinter selten die Blüthen der Treibhauspflanzen zurrechten Vollkommenheit gedeihen.
Linne hat zuerst Beobachtungen über die so ge-nannte Blumen-Uhr gemacht; 4') nach ihm Dav. deGorter^°) und Clas Bjerkander . *')
§. 6z.
Die Wärme als Reit-
Wie das Licht der Schwere, so wirkt die Wärmeüberall dem Zusammenhang entgegen; sie dehnt alleKörper in einen größer» Raum aus, macht sie elasti-scher, und ändert ihren Aggregat-Zustand, indem siefeste Theile in tropfbar flüssige oder Gasarten verän-dert. Bey dieser Wirkung der Warme vermindertsich die empfindbare Wärme; denn die Körper ver-schlucken die Wärme, um in einen flüssigen Zustandüberzugehen, und machen, daß das Thermometer we-niger davon verändert wird. Black bemerkte schon
kliilo». botaii. §. ZZZ.
20) VerliiiaU. VLII Uet genoolicli. te Roller^LM, O.I. p.
477 -
§>) H»s>ll. >782. x- 86,