Erscheinungen d. Pflanzenlebens. §. 6z. zzy
vor fünfzig Jahren, daß das Eis, dessen Temperatur— Z2° Fahr. war, dem kochenden Wasser 142 Gra-de entriß, ohne daß das Thermometer gestiegen wäre,und Crawford sah, daßEncnfeilk auf 2ir°Fahr.erhitzt, mit eiskaltem Wasser gemischt, auf 122° sankund auch diese Temperatur behielt, wobey also yo°verschluckt wurden, um das Wasser in Dämpfe zu ver-wandeln.Darum entziehen Flüssigkeiten, dieschnell verdampfen, wie Acther und Weingeist, denbenachbarten Körpern so viel Warme, oder erkältensie desto mehr, je starker die Verdampfung durchäußere Hitze begünstigt wird. Daher haben die leich-testen Luftarten, besonders das Wasserftoffgas, nachGay-Lussac und Humboldt, die meiste Wärme -Fähigkeit, weil sie so viel zu verschlucken im Standesind.
Der umgekehrte Fall tritt ein, wenn elastischeFlüssigkeiten tropfbar, oder diese zu festen Körpernwerden. Dann vermindert sich die Wärme - Fähigkeit,und dafür wird die Wärme frey, welches das Erhitzendes ungelöschten Kalks, und der Salze, die ihr Kry-stallisations-Wasser verloren haben, wenn sie begossenwerden, augenscheinlich beweiset. 54)
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