Erscheinungen d. Pflanzenlebens. §. 6z. 34z
der Faktoren der Lebenskraft, wodurch die Aeußerun-gen der letzter» die größte Lebhaftigkeit zeigen. DuHamel sah dies schon ein, da die Erfahrungen vonder größer» Fruchtbarkeit des Frühlings und dem neuenTriebe der Baume im Spätsommer und Herbste, wodie sehr kühlen Nächte oft mit heißen Tagen abwech-seln, dafür sprechen; doch nahm er allein auf die me-chanische Wirkung der Wärme und Kälte, im Ausdeh-nen und Zusammenziehn, Rücksicht. ") Wenn wirferner bedenken, daß die Fruchtbarkeit auf den Alpen hauptsächlich deßwegen so üppig und die Vegetationin nördlichen Gegenden so schnell und kräftig ist, weildie Hitze der Tage mit der Kühle der Nächte schnellwechselt; weil mit dem nächtlichen kühlen Thau einegrößere Menge Kohlensäure niedergeschlagen, und durchdas helle Licht der Sonne und durch die größere Wär-me am Tage lebhaft in die Höhe getrieben wird: somuß man geftehn, daß Schrank vollkommen Rechthat, wenn er den schnellen Wechsel der Temperatur,in so fern dieser nur nicht von einem Aeußerftcn zumandern überspringt, wenn derselbe z. B. zwischen 45und 80' Fahr. beschränkt bleibt, als die vorzüglichsteUrsache der Fruchtbarkeit ansieht.
62) äes rrbrr-r. rom. II. s>. 27^. f. Auch Wal-
ker bemerkte, daß das Aufsteigen des Saftes imFortgang des Frühlings mehr an kühlen als an war-men Tagen geschah. (Unser, ot' lbs LLob. «oc.t- -5)
6z) Gartenzeitung, B. IV- S. ri. f. — Grundriß einerNaturgeschichte der Pflanzen, Erl. i8vz. 8.