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Siebentes Kapitel.
Gegen diese Meinung scheint freylich die außer-ordentliche Fruchtbarkeit tropischer Lander zu sprechen,deren hohe Temperatur als immer gleich angenommentvird. Allein die fruchtbarsten Lander in der heißenZone zeichnen sich doch durch Wechsel der Temperaturaus. Nach Volncy steht in Aegyplen am Tage dasThermometer im Schatten auf ycr°, und des Nachtsauf 40 bis 45° Fahr., daß man zu Pelzen seine Zu-flucht nehmen muß. In Brasilien , Kumana und aufden westindischen Inseln folgen auf die heißesten Tageempfindlich kalte Nächte, weil die Nähe der See Windeerzeugt, die die Hitze nicht allein mäßigen, sonderndie Temperatur oft bis auf 55°— 60° Fahr. herab-stimmen. Eben so verhält es sich mit dem Klima vonMadagascar, welches, vielleicht das fruchtbarste Landauf der Welt, überall von» s^eer umfioffen, und inder Mitte von hohen Bergen durchzogen, zwey wich-tige Quellen des Wechsels der Temperatur hat, welcherin der trocknen Jahrszeit, von» April bis zum Novem-ber, besonders merklich ist. Ganz anders verhältes sich in Dar-Für, Sei^naar und andern mittlernLändern Afrika's , wo die immer gleiche Hitze, nachDrown's und Bruce's Zeugniß, die von 80 —n 6'Fahr. geht, fast alles verdorrt, und wo die Ve-getation um so kärglicher ist, je heißer das Klima ist.
In unserm Klima und im ganzen gemäßigten Eu-ropa , sind die Jahre die fruchtbarsten, wo die Lem-
64) Clark's Beobachtungen über die Krankh. auslan-gen Reise», S. ?. Lind über die,.Krankh. der Eu-ropäer >n heißer, Klimate», S. ?i.
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