Erscheinungen d. Pflanzenlebens. §.6z. Z45
peratur nicht zu den äußersten Graden steigt und fällt;doch ist die Fruchtbarkeit nach der verschiedenen Em-pfänglichkeit der Gewächse verschieden. Die Jahre1806 und ryn sind in den neuesten Zeiten für denWeinbau die ergiebigsten gewesen; in beiden war derhöchste Thermometersland und der niedrigste »^-12°Fahr. Aber die Getraide-Aerndte fiel wenigstens indem letzten Jahre aus, weil die übergroße Hitze zu an-haltend war, und kein Wechsel der Temperatur Stattfand. Ein überaus schlechtes Jahr für Wein - und Ge-traidebau war 1799, wo der höchste Thermometer-stand 88°/ und der tiefste — iz°Fahr. war. Hierwirkte das Extrem der Kälte nachthciliger, als dieäußerste Hitze wirken konnte, zumahl da diese anhal-tend war.
Die verschiedene Empfänglichkeit der Pflanzenfür den Einfluß der Wärme ist unläugbar, und laßtsich auf keine Weise allein aus dem Bau oder der Be-schaffenheit der Säfte herleiten. Denn dasselbe Ge-wächs, dessen Bau und Mischung unverändert bleibt,kann doch an ein gewisses Klima gewöhnt werden, vor-ausgesetzt, daß die Unterschiede der Temperatur nichtgar zu groß sind. Manche japanische Gewächse (80-^ilrors H) drangen Irordsnsig, k-öl-
rentera Paniculata, iaponicn,
Hucuha intoniert, 8.ali8huriu a 6 innti 5 o 1 is) sindschon im mittlern und südlichen Deutschland acclima-
65) Vcrgl. Heller in Annal. der Wetter. Gesellschaft,B. II. S. 166.
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