Siebentes Kapitel.
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tisirt; die Kap'schen Gewächse zum Theil in England.Aber nie wird man ein Gewächs, welches in seinemVaterland keinen Frost empfindet, an die Kälte un-serer Winter, ohne Schutz, gewöhnen. Daher tieKartoffeln, die Veitsbohnen, die Gurken, von denendie letztem seit zwey Jahrtausenden und die erstem seitdritthalb Jahrhunderten in Europa gezogen werden,die spaten Fröste des Frühlings eben so nachtheiligempfinden, als ob sie erst itzt bey uns eingeführt wor-den wären.
Wie verschieden die Empfänglichkeit für die Wär-me bey den Gewäcbsen ist, sehn wir daraus, daß inunsere Birken der Saft eintritt, wenn die Temperaturder Luft sich kaum über den Eispunkt erhebt; daß un-sere Stachclbeer - und Schlehdornsträucher bey einerKalte von 5—lo^Fahr. ausschlagen und blühn,während andere Gewächse nur in der größten Hitze desSommers zur Blüthe kommen können. Noch eine weitgrößere und anhaltendere Hitze fordern die tropischenGewächse; manche ertragen sogar eine Hitze, die fürandere tödtcnd seyn würde. Im Karlsbader Quell wach-sen Conferven bey 140—izoOFahr. . . Secon-dat fand in den warmen Bädern zu Dax bey 144°eine eigene Ulva oder Tremelle. Im Sande von Se-negambien steigt das Thermometer, nach Adanson,auf 170°, und doch wachsen viele Pflanzen in dieserHitze. Narrow bemerkte, daß auf der Insel Amster-dam (zjjo S. B.) eine heiße Quelle, deren Tcmpera-
Obierrsl. de et dkirl. nrt. p.,12.