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Siebentes Kapitel.
keimen und diese ausschlagen, sind sie äußerst empfäng-lich, und werden durch den geringsten Frost gctödter.
§. 64.
Temperatur der Pflau reu.
Schon oben (§. 4. Z4.) haben wir bemerkt, daßdas durch stärkere Gegensätze bewirkte Erwachen hö-herer Thätigkeiten und besonders die Oberherrschaftdes Gehirns die Bedingungen sind, unter welchen sichein höherer Grad von Wärme und eine immer gleicheTemperatur bey noch so großer Veränderung der äu-ßern, erzeugen kann. Da nun die kaltblütigen Thierekaum eine von der äußern unterschiedene Temperaturhaben, und diese nur zu gewissen Zeiten, durch ver-mehrte Nervcnthätigkeit verstärkt wird (S. 52.): soläßt sich von den Pflanzen noch weniger annehmen,daß sie überhaupt wärmer, als die sie umgebende Luftseyn, oder durch Gleichmäßigkeit ihrer Temperaturden schädlichen Einflüssen der äußersten Grade der Käl-te und Hitze widerstehen sollten.
Aber dennoch widerstehn die Pflanzen der äußernHitze, wie wir oben sahen (§. 6z.), und der äußernKälte auf gleiche Weise; demnach sind Erfahrungenvorhanden, daß die Wärme in gewissen Theilen derPflanzen weit stärker werden kann, als die der äußernLuft. Wir wollen diese Erfahrungen einzeln untersu-chen, um zu sehn, was sich daraus schließen läßt.
Daß die Pflanzen ohne Zweifel ein bedeutendesVermögen besitzen, der äußern Hitze zu widerstehn, istnicht zu läugnen. Man weiß, daß jeder Baumstamm