z 84 Achtes Kapitel.
hen Grade, daß entweder der Stamm sich auf die Er-de legt, und überall oder in Absätzen Wurzel schlagt,oder die Zweige senken sich zur Erde, wie bey ktriro-^!>ora iVlunFls, oder der ganze Stamm und alleBlaltwmkel treiben Luftwurzeln, wie kieus reliAio-su, 1^Lctu8 tlftunAuIuris, mehrere s-lrnssrrtns.Diese Erscheinungen überzeugen uns davon, daß keineeinander ausschließende Gegensätze zwischen Stamm undWurzel imd. In der That können wir nicht behaup-ten, daß die Wurzel bloß Schleim hervorbringt, unddaß m ihr der organische Fäulungs-Proceß Statt fin-de. ') Die alltägliche Erfahrung, daß die Wurzelneben so gut und oft noch mehr öhlickte, harzige, ei-genthümliche Säfte liefern, als der Stamm, beweisetdas Gegentheil.
Freylich wird der Unterschied des Baues haupt-sächlich durch die Umgebung vermittelt. Eine lockereMarkröhre kann sich nicht bilden, wo die feste Erdeüberall die Pfahlwurzel zusammen drängt, daher ha-ben Wurzeln der Wasserpflanzen, namentlich die derCfteurrr virosa, so deutlich lockeres, in Fächer ge-theiltes Mark. Auch solche Wurzeln, die über derE' de und in die Luft gehn, enthalten Mark, und kön-nen eben so leicht Zweige treiben.
Bekannt sind die Versuche, welche man mit Um-kehrung der Stamme und Zweige angestellt hat. Die-se wurden gewiß schon in ältern Zeiten von Gärtner»
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5;) Okens Natur - Philos. Th. H- S. 6z.