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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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418
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Neuntes Kapitel.

die eine in der Mitte der Rinde, die zweyte dem Hol-ze näher, die dritte genau unter der Rinde, zwischenihr und dem Holz, einstach. Die letztere nur wurdemit neuen Holzlagen überzogen, die zwey andern hin-gegen fanden sich noch in der Rinde, wurden abernach mehrern Jahren von dem sie verdrängenden Holz-wulste fast ganz eingeschlossen. Sehr richtig bemerkter, daß nicht eigentlich die alte Rinde in Holz über-geht, sondern daß zwischen Rinde und Holz eine gal-lertartige Masse ausschwitzt, welche den Stoff zur Sr-nährung und zum Wachsthum beider Theile liefert.

Im Ganzen ist dies auch die Vorstellung, welche M i r-bel^) und Treviranus von der Sache haben.Es erhält dieselbe dadurch noch mehr Klarheit, wennwir bedenken, daß das Parenchym der Rinde auchdurch den Bast durchsetzt, und selbst in die Holzschich-ten eindringt, so daß eine beständige Gemeinschaft zwi-schen Rinde und Holz unterhalten wird, und daß dieRinde immer nach innen zuwachst. ")

Jener Wichtigkeit der Rinde zur Unterhaltungdes Wachsthums und der Lebenskraft des ganzen Ge-wächses, könnte dadurch widersprochen werden, daßman die Erfahrungen vorn Abschälen der Rinde, demWachsthum der Bäume unbeschadet, anführte. ESist wahr, geschälte Bäume wachsen nicht allein, son-

Lr) Natorbeob. S. 68—?r.

§Z) k>po,ic. er äe 5 . p. 26z. 1.

S4) Dom inw. Bau, S. 137. Beytr. 60.

5z) Malpighi r, 35 . Z6. L,tta ri.