Von dem Stamm. H. 77. 419
dern sie setzen auch fester« Splint an, als andere.Daher du Hamel schon auf die Vermuthung kam,das Hol; oder wenigstens die äußern Lagen desselbenseyn selbst im Stande, Rinde zu erzeugen. Alleinman sieht an svlcben abgeschälten Bäumen nie die ge-ringste Spur von wieder erzeugter Rinde, und die grö-ßere Festigkeit des Holzes im geschälten Stamm kannnur aus der unmittelbaren Einwirkung der Atmosphä-re, und der durch ihren Sauerstoff bewirkten stärker»Verdichtung hergeleitet werden. Daß aber ein ge-schälter Baum noch eine Zeit lang fortwächst, ist Fol-ge davon, daß sich die Baströhren, als die eigentlichenSaftkanäle, auch im Holze befinden. Aber geschälteBäume haben doch eine kurze Lebensdauer, und gehnbald aus, weil die Rinde nothwendig zur Zubereitungder Säfte ist >^), und weil zwischen Rinde und Holzsich der Bildungssaft ansammelt, der zur neuen Anla-ge der Theile nothwendig ist, jetzt aber der äußere Um-kreis des HolzeS ganz trocken bleibt. Uebrigensist der Erfolg des Baumschälens auch nach der Dich-tigkeit des Holzes verschieden; Bäume, die viel Splintansetzen, und in denen die eigentliche Verholzung gar
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