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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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423
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Von dem Stamm. H. 78. 42 z

lich gewahr wird. Auch lösen sich in diesem Zeitpunktleichter die einzelnen Holzschichten von einander, die dochsonst sehr fest zusammen hangen.

§. 78.

Don dem Bast.

Der Bast ist die unter der grünen Rinde befind-liche, mehrentheils weißliche Schicht, die sich durch ei-nen scheinbar faserigen Bau und durch große Dehnbar-keit , Zähigkeit und Dauerhaftigkeit auszeichnet. Diescheinbaren Fasern sind nichts als feine Röhrchen, diezum Theil parallel laufen, zum Theil aus» einander wei-chen und dann wieder sich an einander legen, und inderen Zwischcnräumcn sich gedrängtes Zellgewebe befin-det. ( Taf. X. Fig. §r.) Ursprünglich gehn sie derBildung der Schraubcngänge in der keimenden Pflan-ze voraus, und umgeben und begleiten die letztem inder Folge überall. (S. 8c>. 8l.) Sie erscheinen alsVaftbündel zerstreut in den Gräsern (Taf VI. Fig.z i. XIV. Fig. 70.) und die Dikotyledonen enthaltensie in Kreisen oder Ringen, an deren Vorsprängen sichdie Schraubengänge und getüpfelten Gefäße befinden.(Taf. XII. Fig. 56 — 58.) Jene Röhren, die denBast ausmachen, liegen in Schichten übereinander,von denen alle Jahre eine sich anlegt, so daß derselbeStamm unten mehr und oben weniger Bastlagen hat.")Daher auch Mirbel nicht zu tadeln ist, wenn er denBast ein Sommergewachs nennt, welches alle Jahre

6 s) Du D-imel, lom. I. p. 21.