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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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Neuntes Kapitel.

nächsten Sommer sitzen. Die auf solche Art behan-delten Zweige tragen außerordentlich häufige Früchte,wenn auch der ganze Baum nur sehr wenig ansetzt.In Aegypten , erzählt Prosper Alpini,^) nöthigtman den Sykomorus zum Frucktragen durch häufigeEinschnitte in die Rinde. Forsyth nöthigt die Pfir-sichbäume zum Treibe» der Fruchtaugen dadurch, daßer Ausschnitte in dem Stamm an den Stellen macht,wo sie Zweige treiben ; die Wunde verursacht ftärkernZuschuß des Kildungssaftes, und dieser veranlaßt dasAnlernn der Früchte. In der Regel pflegt mandiesen Reiz nur dadurch zu erregen, daß man dieHolzaugen abkneipt, die Wasserreiicr ausschneidel undd e Zweige in einer gezwungenen fächerförmigen Stel-lung an Spaliere leitet,

" §. 8r.

Dom Nau und Ursprung des Splints.

Der Bast heißt Splint, wenn er außer den fei-nen Röhren und dein dieselben durchflechtenden Zellge-webe noch Schraubcngänge und Abänderungen der letz-ter» enthält: er wird zum Holze, wenn diese Formensowohl fester und sieifer geworden, als auch die Spie-gelfasern oder Strahlengänge sich, wie der Forstmannsagt, verbeint haben. Wenn im Bast schon zwey For-men vereinigt sind: so verbinden sich im Splint und

46) Os plsrtti 5 p. 2r.

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