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Von dem Stamm. H. 8r.
Holze drey verschiedene Formen zu einem und demsel-ben Körper. Im Splint muß die Thätigkeit sehr großseyn, da die polarisirendcn Schraubengänge zwischendie Baftröhren und das Zellgewebe mitten inne tretenund die Gegensätze deutlicher hervor springen lassen;im Holze muß aber diese Thätigkeit aus mechanischenUrsachen, wegen zunehmender Starrheit, sich vermin-dern. Leide aber, Splint und Hol;, sind dem Bastemcht so entgegen gesetzt, daß sie nicht zum Theil ausihm entsteh» sollten; wenigstens durchsetzen die Bast-bündel und die Strahlengänge den ganzen Stamm,also Splint und Holz*)
Es wird nöthig seyn, dies zuvörderst an den bey-gefügten Abbildungen nachzuweisen, und dann um-ständlicher zu erörtern. In Taf. XII. Fjg. 57 58.sieht man bey P den Bast, bey * den Splint. Derletztere hat dieselben Bastbündel und dieselben Slrah-lengänge, aber es zeigen sich punktiere Gefäße undSchraubengänge, die letzter« um so deutlicher, je nä-her dem Marke. So ist Taf. !I. Fig. n. der Splintvom Bast ganz deutlich durch die größern Oeffnungender durchschnittenen Gefäße zu unterscheiden.
Daß der Splint junges Hol; ist und sich in die-ses verwandelt, das hat noch Niemand in Zweifel ge-zogen. Die meisten schnellwüchsigen Bäume setzenmehr Splint als Holz an, wie Pappeln und Weiden;daher duHamel sehr Unrecht hat, wenn er diesen
*) Dies ist das maucrfirmige Gewebe, von welchemnach Bernhardt alle spätere Forscher sprechen.