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Von dem Stamm. H. 82.
gen, die sich aus ihm bilden. Diese neue Lagen setzensich bis in den August an; alsdann hört der starke Triebdes aufsteigenden Saftes auf; die stille ruhige Seiten-Bewegung tritt ein; die Strahlengänge verbreiten denBildungssaft dergestalt, daß der letzte Sommcrtriebvorzüglich dadurch verdichtet wird. Da nun aberauch im strengsten Winter noch immer einiger aufsteirgender Saft in den Bäumen gefunden wird: so
hört auch in dieser Jahrszelt nicht aller Trieb auf,aber er findet vom Herbst an schwächer statt. DerDildungssaft kann wegen Mangel an Blattern, oderwegen schwächerer Einsaugung der Luftstoffe, nicht diegedrängte Beschaffenheit annehmen. Daher werdendie sich jetzt anlegenden Schichten Splint weicher undzarter; sie ziehn auch den sich horizontal bewegendenBildungssaft weniger an, der sich vielmehr da stärkeranlegt, wo wegen des starken Triebes mehr positiveFormen und Stoffe sich entwickelt haben. Wasserstoffwird von Sauerstoff angezogen; daher gerinnt derSommertrieb viel stärker und der Herbst- und Winter-trieb bleibt in seinem ursprünglichen Splintzustande.So ist es in unserm Klima und bey den meisten unsererObst - und Waldbäume.
. Nun aber könnte man dagegen einwenden: daßdoch die Bäume in warmen und heißen Klimate«, undselbst solche, die in unsern Treibhäusern einer bestän-dig gleichen Temperatur genießen, dennoch Jahrringe
yz) Cotta a. a. O. ;7 Z8.
94) Dergl. G. F. Mölleren Lke>»om..phyfikas.iAbhandl-l. 70. (Leirj. 1751.8.)