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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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Von den Blattern. H. 87.

»rn der gegenseitigen Formen macht die Blätter selbstso fruchtbar, daß, wie Gdthc schon vor 22 Jahrensagte, sie ohne weitere Anstalten, die vollkommenenEaamen aus sich selbst, und geradezu aus den Saft-röhren und Schraubengängcn entwickeln. ^)

Der Blattstiel enthält die Urformen gedrängt,die sich nachher im Blatt entwickeln. Nach demoben (§. 86.) angegebenen Gesetze zeigt er eine größereVollendung an, als wenn die Blätter den Stengelumfassen. Zusammengesetzte Blatter sind selten unge-ftielt: viele gefiederte Blatter haben einen deutlichenKnoten im Blattstiel, und dieser zeigt, durch Zusam-mendrängung der Formen, höhere Reizbarkeit. (§. 6i.66.) Die sehr zusammengesetzten Blätter der Dvlden-pflanzen haben einen starken ausgehöhlten Blattstiel,der scheidcnartig den Stamm umfaßt. Es ist einewillkührlichcAnnahme von Bernardin deS. Pierre,daß die Gebirgspflanzen nur ausgehöhlte Blattstielehaben, und weniger Wasser bedürfen, dagegen diePflanzen aus feuchten Standorten runde Blattstielehaben. ^) Die Gräser und Palmen, Scitaininen undLilien haben selten einen Blattstiel: es bedarf keinervorläufigen Zusammendrängung, da die Saftröhren

67) Githe's Metamorphose,«?. 51.

bz) HlLlpIxKi p. ZL. Man vergleiche besonders l'ab.XII. I. 90. 92., wo der Ursprung des Blattstiels ausHolzfasern sehr gut angegeben ist. Umständlich giebtCasp. Friedr. Wolf die Entwickelung -es Blatts an.('I'Iivor. zensr-r. z>. z6 )

(9) äs I» o»tur «. III. -oz.