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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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496
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496 Elftes Kapitel.

und Schraubengänge in derselben parallelen Richtungsich durch das Blatt zieh», die sie im Stamm hatten.(§. 75 .)

Die meisten Blätter bilden eine Mittelrippe alsFortsetzung des Blattstiels, die sich wieder in zwey Ne-benadern theilt (Colirliri trlnervs, triplinerve):die ursprüngliche Einfachheit der Theilung. (§. 85.)

Das Netz, welches die Saftröhren und Schrau-bcngänge in vollkommener» Pflanzen bilden, geht oftin wirkliche Zusammenmündungen über; so daß einwahrer Kreislauf, wenn irgendwo, hier unverkenn-bar ist. Man sehe die Blätter der Aroideen an, undman wird das schöne Netz von anaftomosircnden Ge-fäßbündeln bewundern. In den Farrcnkräutern, die,wie Oken richtig sagt, wahre Laubpflanzen sind, zei-gen die letzten Enden der Gefaßbündcl noch die Spiral-form in zusammengedrängten Häufchen. (Taf. VIII.Fig. Z 9 -) 3 " andern Blättern kann man in den letztenEnden des Gefaßnetzes bloß den fein rührigen Bau un-terscheiden. Daß aber mit diesem Netze die Formendes Holzkörpcs übergehn, folgt schon daraus, weilviele Pflanzen, ((ünveliinZ, dlnicus, Xuntlaium)holzige Dornen aus den Blattnerven hervor bringen,Ja beym Isisens und kli) llnntlius cntstehn sogarBlüthen und Früchte aus diesen Blattnerven.

Diese so gebildete Flächen sind nun mit einer sehrbestimmt organisirten Oberhaut überzogen, deren ein-saugende Mündungen wir oben (§. 28.) betrachtethaben.

§. 88 .