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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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501
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Von den Blättern. §. 88. 501

Ausdünstung im Herbst aufhört: so bleiben die Säftezurück, schwellen die Saftgänge und Zellen an, undsind dann dem Frost am meisten ausgesetzt. Daherist kein Blattstiel im Herbst im Stand, gefärbte Flüssig»keilen aufzusaugen; deßwegen bleiben die Bäume, diewenig ausdünsten, immer grün; andere behalten bloßtrocknes Laub, wenn ihre Blattstiele zu holzig sind,um sv anzuschwellen. Daß aber mehr Säfte im Holzevkm Herbst bis in den Frühling sind, beweiset er durchdie größere Schwere des erster». (§. 8 l.) Man kann in«dessen dieser, so wie der vorigen Theorie entgegen setzen,daß oft mitten im Sommer die Baume ihr Laub ver-lieren, weil die Hitze zu groß ist, weil sie zu wenigNahrung haben, oder zu sehr überreizt werden.

Murray nahm, um diese Erscheinug zu er-klären, auf das Anschwellen der Knospen Rücksicht,wodurch der Blattstiel weggedrückt werde, ohne zubedenken, daß auch solche Bäume ihr Laub periodischverlieren, die keine Knospen hervortreibcn, so wie ber>denen die Knospe sehr unbedeutend ist, wenn dieBlat-ter schon abgefallen sind.

Scnebier sah die Schwierigkeiten dieser Er«klärungsarten ein, so wie er Bau eher's Theorie, dievon du Hamel's Erklärung sich wenig unterschei-det, bloß anführt, ohne sie strenge zu prüfen. Ersah wohl ein, daß gegen den Herbst die aufsteigendenSäfte mehr wassericht sind, daß die veränderte Farbeder Blätter auf geringe Vegetationskraft und schwa-

bg) Oiru-e, I. izz.