Elftes Kapitel.
Zvr
chen Conflict des Lichts und der kohlensauren Säfteder Pflanzen schließen läßt. Dennoch trat er Mur-ray' s Meinung bey. In derThat sind diese, wiealle frühere Erklärungen, zu mechanisch und einseitig, alsdaß sie auf alle Umstände passen sollten, unter welchendas Laub abfällt. Wie die Böge! ihre Federn, wiedie Schlangen ihre Häute, wie nach Leendert Vom-me's Beobachtung, 8°) die Gorgvnicn und Scrtula-rien alljährlich ihre Fählfäden verlieren und wieder be-kommen, so sind die Blätter der Bäume als einjährigeGewächse anzuschn, deren Lebenskraft durch Mangel 'an Reizen, wie durch Ueberreizung, und endlich perio-disch, erschöpft wird, sich dann wieder anhäuft undneue Triebe hervor bringt. Das Abfallen der Blät-ter ist also mitVrolik ein partieller Tod zu nennen,den der Mangel thätiger Lebens - Verrichtungen imBlatte, Mangel an grüner Farbe und gehöriger Ri<^tung ankündigen. Immer grüne Bäume haben har-zige, zähere Säfte, feste Blätter oder so schmale, daßsie der Einwirkung des Lichts und der Luft wenigFläche darbieten, und werden daher nicht periodischerschöpft. ^')
§. 8y.
Don der grünen Farbe der Blätter-
Die höchst merkwürdige Erscheinung, daß daSLaub der meisten Pflanzen, so lange die Lebenskraft
7g) plix». Vk'ßk'r. I. 2ZZ.
xo) Ver 1 i»n<lel. vsn Viisziaßen, II, 2Ao.
gl) Ui.rbel ve^ec. I. 27Z.