Von den Blattern. H. 89. 50z
ungestört wirkt, beständig grün gefärbt ist, hat manerst in neuern Zeiten zu erklären verstanden, seitdemPriestley und Ingenh 0 uß gelehrt haben,daß die Einwirkung des Lichts auf die Pflanzen die Zer-setzung der Kohlensäure zur Folge hat, wodurch Sauer-stoff entbunden, und Kohlenstoff halb oxydirt, festgemacht wird. Wir haben schon (§. 59. 60.) diewichtigsten Thatsachen beygebracht, aus denen hervorgeht, daß das sehr stark gekohlte Satzmehl (§. 4».)die materielle Ursache der grünen Farbe, aus den koh-lensauren Saften durch den lebhaften Kampf des LichtSmit der Kohlensäure, durch Entbindung des Sauer-stoffgas und durch Fixation der eigentlichen Bestand-theile der Pflanzensäfte entsteht.
Die Erfahrung lehrt, daß alle lebende Körper,dem Licht ausgesetzt, eine dunklere Farbe bekommen,indem durchgehcnds der Kohlen - und Wasserstoff ihrerSäfte durch diese Einwirkung dichter gemacht wird.b 4 )Alle südliche Völker haben in dem Schleimnctz ihrerHaut mehr öhlichte und fettige Säfte; daher man dieKaraiben schon von weitem riecht. Zwar die Po-
82) Vers. und Beobacht, über versch. Theile der Naturl.I. 250. ii. i. f.
8 Z) Versuche mit Pflanzen. Aus dem Engl . Leip. 1780.8 . Dessen verm. Schriften I- Z41.
84- Weiß Betrachtung eines merkw. Gesetzes der Farben -Aenderung organischer Körper durch den Einfluß desLichts. Lcipz. igoi. 8 .
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