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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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504
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Elftes Kapitel.

larvölkev, des Sonnenlichts den größten Theil desJahrs hindurch entbehrend, sehn auch schmutzig braunaus; allein die vielen thranigen Spiesen , so wie dieslnrcinlichkcit, worin sie leben, machen, wie CranjVersichert, den Schweiß der Grönländer thranicht,und ihre Hände spechicht. Dagegen sind die Po-larthiere weiß, und Menschen, auch unter dem bren-nendsten Himmelstrich, werden kreideweiß, wenn we-gen krankhafter Schwäche ihre Haut nicht hinreichendKohlen - und Wasserstoff absetzt. (Kakerlaken oder Al-binos.) ) Auf ähnliche Art geschieht es, daß Pflan,-en, deren Theile ursprünglich weißgelblich sind undkohlensaure Säfte enthalten, bey der Einwirkung deSkichts sich dunkler färben, grün werden, und endlicheine blaugxüne Farbe annehmen, wenn die Einwir-kung des Sonnenlichts und die Degctationskraft nochmehr zunehmen. Eigentlich würde, nach Göthe's feiner Bemerkung die Durchsichtigkeit einzelner gehäuf-ter Theile das Weiße hervorbringen, wenn durch dieSonderung durchsichtiger Theile Trübigkeit entsteht.Ein höherer Gxad der Trübung würde die gelblicheFarbe, gis Grundfarbe aller Pflanzentheile erzeu-gen. 82) Wenn nun das Sonnenlicht darauf wirkt;so schwankt die Oberfläche beständig zwischen der gel-ben und blauen Farbe, und so entsteht die grüne, 2')die uns als Erscheinung des Gleichgewichts zweyer

86) Gesch. von Grönland , 169.

87) Ijluinenl)»ci> 274.

88) Köthc'L Farbenlehre, I- §- 495 - 5 vZ>

? 9 ) Das. 5Z9. 6ri,