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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
Entstehung
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505
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Von den Blättern. H. 89. zvz

Gegensätze befriedigt und in Ruhe versetzt; daher dieAnnehmlichkeit dieser allgemeinen Farbe des Pflanzen-reichs.

Das letztere bedarf einer Erläuterung aus dem,was uns bis jetzt über die Farbenlehre bekannt ist.Wie wir das Licht für einen unwägbaren Stoff halten,der sich durch reine Thätigkeit, durch sein den Gese-tzen der Schwere entgegen gesetztes Streben, durch seinDnrchdringcn des luftleeren Raums, durch seine Fort-pflanzung ohne Zeitverlust und durch polarische Ver-hältnisse auszeichnet: so nehmen wir mit Hilde-brandt^') an, daß die Farben nichts anders alsAbänderungen des Lichts sind, die es durch Anziehungder Materie, beym Durchgang durchsichtiger und man-nichfach gemischter Körper, erleidet. Diese Abstu-fungen des Lichts sind also Theile der Materie! selbst,durch das Licht verändert, oder es ist Licht, welchesmaterielle Stoffe angezogen. Es folgen sich aber dieFarben bekanntlich hinter dem Glasprisma und imRegenbogen so, daß die rothe Farbe die eine Gränzebildet, die violette die andere; die grüne aber steht inder Mitte, und hat auf der einen Seite die gelbe, aufder andern die blaue. Der rothe Strahl vereinigt sicham weitesten hinter dem Prisma mit der Axc, der vio-lette am nächsten; jener ist der stärkste, dieser derschwächste. Jener soll mehr Sauerstoff enthalten,dieser mehr Wasserstoff. Wenn nun das Licht selbstdurch seine starke Anziehung gegen den Sauerstoff und

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