Elftes Kapitel.
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durch seine ursprünglich ausdehnende Kraft, dem Was-serstoff ähnlich ist: so scheint der rothe Strahl mate-rieller geworden zu seyn, der violette aber die ursprüng-liche Natur des Lichts mehr behalten zu haben. Diegrüne Farbe, als völlig indifferent, enthält von beidengleich viel. Auch zwischen der gelben und blauen Far-be findet sich ein Gegensatz, der sich wie 's' zu — ver-hält, und dessen Einheit Grün genannt wird. Dochdarf ich nicht verschweigen, daß Schcele' s und Rit-ters Versuche^) über die orydirende Kraft des ro-then und über die desoxydirende Eigenschaft des vio-letten Strahls, durch Derthollet's und Buch 0 ljEinwendungen sehr entkräftet sind.
Indessen wird die verschiedene Oxydations-fähizkeit der verschiedenen Farben dadurch bestätigt,daß gelbliche Zheile der Pflanzen, die durch Entzie-hung des Sonnenlichts gebleicht sind, reicher an Zu-ckcrstoff, Kohlensäure und also mehr oxydirt zu seynpflegen, als dunkelgrüne, und diese noch etwas mehrals blaugrüne. Sallat , Strantkohl, Spargel, En-divicn, Kardon und alle Pflanzen, die gebleicht wer-den , verrathen durch die Zartheit ihres Gewebes unddurch den angenehmen süß schleimichten Geschmack,daß der Vcgctations-Proceß nicht sehr lebhaft in ihnenvorgegangen; daß sie also wenig eigenthümliche car-
92) Githe a. a. O. §. 696. 697.
yz) Beytr. zur nähern Kennt», des Talvanism. H. Z.
E. 208. f.
94) Gilberts Annal. XXXI. roz.