Von den Blättern. H. 89. 507
bonisirte und hydrogenisirte, dafür aber mehr ur-sprüngliche Stoffe, enthalten.
Meese schon bemerkte"), daß gebleichte Pflan-zen weniger anzichn und weniger ausdünsten, daß al-so die innere Lcbcnsrhätigkeit schwächer wirkt. Se-nebier, dem wir diel treffliche Bemerkungen überdas Verhalten gebleichter Pflanzen verdanken, fandweit mehr Mark in ihnen und die Zellen mehr vonSaften ausgedehnt. Schminkbohnen, in der Dun-kelheit gezogen, hauchten wenig kohlensaures Gas,säst nn-r atmosphärische Luft aus. ") Sehr merkwür-dig und übereinstimmend mit der oben angegebenenOxydarionsfähigkcit der verschiedenen Farben, ist des-selben Naturforschers Erfahrung, daß der violetteStrahl mehr Kraft hatte, das Bleichen der Pflanzenzu verhindern, als die andern. Da er nämlichweniger oxydirt ist: so zieht er den Sauerstoff stärkeran. Sehr belehrend find ferner die zum Theil oben(§. 60.) angeführten Versuche Senebiers, daß,wahrend der Weingeist aus getrockneten grünen Blät-tern fast ein Drittheil auszog, er auf gebleichte Blät-ter so schwach wirkte, daß nur ein Sechstheil ausge-zogen ward und er sich nur trübte, ohne einen Nieder-schlag zu bilden. Das Kalkwasscr brachte einen be-
gz) lourn. >le VI. 45». VII. I>Z. Igo.
96) - cUimiquei, II- 100.
g 7 ) Lxper. «ur l'Lclion <Ie Is luni. »ol. 7Z,g8) kl'vr. veßer. IV. 27z. Diese Erfahrung steht der Rit-terschcn oben angeführten gewissermaßen ent-
gegen.