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Kurt Sprengel... Von dem Bau und der Natur der Gewächse
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622
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622 Fünfzehntes Kap. Von d. Verbreitung der

Vegetation wird auch durch die beständige Feuchtigkeitdes Dunstkreises unterhalten, die von den Bergen an-gezogen, den Pflanzenwurzeln mitgetheilt wird; dieseFlüssigkeit ist, wegen der kühlen Temperatur, reich anKohlensäure (§. 46. S. 250.). Daher wachsen Al-pen - Pflanzen oft ohne bedeutenden Vorrath vonDammerde, aus bloßem Felsen. ") Man hat auchdie Dünne der Lust und die geringe Höhe der Luftsäu-le zur Sprache gebracht; man hat auf den Mangelan Sauerstoff Rücksicht genommen, um die eigenthüm-liche Vegetation auf den Alpen zu erklären; alleinDecan volle bemerkt sehr richtig, daß die Dünneder Luft gar nicht in Betracht komme, weil dieselbenPflanzen, welche in südlichen Breiten in bedeutenderHöhe vorkommen, sich in nördlichen Ländern auf ebe-ner Erde oder in Sümpfen finden, wie man aus Veo-gleichung der Alpenflor Helveticas mit der lappländi-schen sehr bald erkennt; weil auch Alpenpflanzen sichoft an dem Fuß der Berge wieder finden und zum Theilin Gärten versetzt, sehr gut gedeihen. Aber aufden schnellen Wechsel der Temperatur müssen wir vor-züglich achten, um die ungemeine Fruchtbarkeit der. Alpen zu erklären (§. 6z. S. Z4Z.) Und endlichmacht der Boden einen bedeutenden Unterschied. AlleAlpen, die aus Kalkgebirgen bestehn, sind fruchtbarerals solche, deren GrundlageGranit und Porphyr sind,

66) Rösch in der Alpina, I. 36. Graf Sternherg inHoppcS Laschend. 1804. S- ioi.

67) klar« tliliis:. II. »i.