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nun mit dem Rundiren, wodurch der Stein dieerste Anlage zu der Form, welche er bekommensoll, und die gehörige Proportion erhält. Der zuschleifende Stein wird nun auf dem Kittstock miteinem, aus Colophonium und Ziegelmehl bestehen-den Kitt befestigt, und in den Quadranten gebracht,wodurch er eine beliebige, feste Lage erhalten kann,wenn er mit Facetten versehen werden soll,und denselben Regeln des Schleifens, wie derDiamant, unterworfen, während der mnglige (mu-schelige) Schliff aus freier Hand durch hin- undhergebende Bewegung geleitet wird.
Bei dem Schleifen gefärbter Steine ist vorzüg-lich die Dicke zu berücksichtigen, bei welcher siedie größte Wirkung hervorbringen, und die ihnendaher gegeben werden muß. Schwach gefärbteSteine bedürfen einer größeren Dicke, um aus derTiefe zu spielen, als sehr dunkle. Bei dielen ist eingenaueres Verhältniß zu beobachten, denn durch zugroße Dicke werden sie düster, und verlieren anGlanz, während der entgegen gesetzte Fall Verrin-gerung des Spiels und ungleiche Vertheilnng derFarben zur Folge hat. Daher muß der Künstler,indem sich hierüber keine bestimmte Norm feststel-len läßt, den grau geschnittenen Stein von Zeit