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Taschenbuch der Edelsteinkunde : für Mineralogen, Techniker, Künstler und Liebhaber der Edelsteine / bearbeitet von Reinhard Blum
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23 D i s t h e n.

Kpauit. I'. Oirtllene, L. Iv^niiire. x. Oirkeoo.k. Lllaaika.

Der Name aus dem Griechischen entlehnt, be-zieht sich auf die Eigenschaft des Minerals, verschie-dene Härte und Elektricität zu zeigen. Der Distheuwird schon zu Jakobs IV Zeiten von einem deutschenSteinschneider, Cornellicus, unter dem Namen §«/,-pors erwähnt, eine Benennung, welche die franzö-sischen Steinschleifer noch für denselben gebrauchen.Pater Hernandez soll ihn schon früher beschrie-ben haben.

Der Disthen wird meist in langen, etwas brei-ten, säulenförmigen Krystallen und in Hemitro-pien, auch in krystallinischen Massen getroffen.Textur: blätterig. Bruch: uneben. Durchsichtigbis durchscheinend. Einfache Strahlenbrechung.Glasglanz, zuweilen Perlmutterglanz. Berlinerblauund himmelblau in's Grüne und Weiße; seltengestreift.

Er ritzt weißes Glas, ritzbar durch TopaS;auch von einer guten Feile wird er angegriffen.Die verschiedenen Krystallstächen sind verschiedenhart. Strichpulver weiß. Specifisches Gewicht