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einander. Eine andere Art, dieses zu bewerkstelli-gen, ist die, daß man die Flächen der beiden Bern-steinstücke, mit welchen sie an einander gefügt wer-den sollen, mit Aehkali befeuchtet, und dann mirBeihilfe von Wärme fest an einander drückt.
Der Bernstein stand früher in einem bei weitemhöheren Werth, als seht; Größe, Durchsichtigkeitund Farbe bestimmen den Preis eines Stückes.Ein reines Sortimentstück, ein Pfund schwer, wirdjedoch mit 70 — 80 Gulden bezahlt.
Aus Ostpreußen, wo die Bearbeitung des Bern-steins an vielen Orten durch eigene Professionistenbetrieben wird, werden jährlich sehr viele Bern-steinfabrikate ausgeführt. So sollen zu Stolpeallein jährlich für 50 — 60,000 Thaler Bernstein-arbeiten gefertigt werden. Sehr viel von denselbengeht nach der Türkei und nach dem Orient. Dochhat dieser Absah in neuerer Zeit etwas abgenom-men; besonders verwendete man ihn hier als Räu-cherpulver, als welches er allgemein sehr beliebt ist.
Man sucht den Bernstein auf verschiedene Weisenachzuahmen, und bedient sich hierzu meist verschie-dener Gummi- und Harzarten, wie z. B. des ara-bischen Gummi's, des Terpentins rc. Im Handelkommt zuweilen unter dem Namen Amerikanischer