mit den Wetterglaͤſern. 3
Anfaͤnglich war das Wetterglas, wie denn alleErfindungen uͤber-aupt kein anderes Schickſalhaben, ein ſehr unvollkommenes Inſtrument,von welchem man gar einen ſolchen Nutzen nichterwartete, als es nachher wirklich gewehrt hat:denn die allererſten, welche man machte, zeig-ten die Veraͤnderung der Waͤrme, durch dieverſchiedene Ausdehnung der Luft, nur ganzgrob, oder von ohngefehr an. Man bemerkteaber gar bald die Ungewißheit und Fetzler einesſolchen Maaßes, und daß die Kugel nicht nurvon der Waͤrme, ſondern der Schwehre desLuftkreiſes zugleich, ſo beruͤhret wuͤrde, daß da—her allerdings eine Veranderung entſtehenkoͤnnte().
§. 1. Die beruͤhmten Glieder der Aca-demie del' Cimento, machten, unter vielenandern Bemuͤhungen, zu welchen ſie unter demSchutze Ferdinand des Zweyten(b), Groß-Herzogs von Toſcana, aufgemuntert wurden,an dieſem Inſtrumente anſehnliche Verbeſſerun-gen. Sie verfertigten ihre Wetterglaͤſer mitglaͤſernen Roͤhren, die ſie mit einem geiſtigenflieſſenden Weſen angefuͤllet und zugeſchmelzethatten; wodurch denn ſo wohl deſſen Ausduͤn-ſtung verhuͤtet wurde, als auch, daß das Ge-wicht des Luftkreiſes keinen Einfluß darein ha-ben konnte. Welche Art von Wetterglaͤſern,A 2 in
(a) Boyle, Exp. on Cold. abr. I. p. 577. 4.b) Viviani, W. Galil. p. G.