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Vollständige Anweisung zu der Verfertigung der Wettergläser, deren vielfältigem Gebrauche in physischen Versuchen, genauen Vergleichung mit einander, und einer Geschichte, dieser vorzüglichen Entdeckung. Nach dem englischen Originale des Herrn G. Martin, und der vermehrten französischen Ausgabe übersetzt
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64 Verſuche

dern Grad der Waͤrme jedweder derſelben auchan ſich haben mag, einen gleichen Grad derWaͤrme annehmen, ſo bald ſie ſich ſelbſt freyuͤberlaſſen ſind, und nicht etwan ein innerlichesPrincipium des Feuers in ſich ſelbſt haben. Esgeſchiehet aber dieſes Annehmen des gleichenGrades der Waͤrme zweener Koͤrper, von einemungleichen Grade der Waͤrme, auf die Weiſe,indem der, welcher waͤrmer iſt, von ſeinerWaͤrme verliehrt, der kaͤltere aber mehr erwaͤr-met wird: und dieſes ſo lange, bis beyde einengleichen Grad der Waͤrme angenommen haben.Alle diejenigen lebloſen Koͤrper alſo, welche infreyer Luft liegen, erwaͤrmen dieſe entweder, oderwerden von ihr erwaͤrmet, ſo lange, bis beydeeben den Grad der Waͤrme oder Kaͤlte haben,den die äͤuſſere duft hat. S. Boͤrbave Chem.I. p. 187. 188. 200. 281. Muſſchenbtoͤcksphyſiſche Verſuche 5. 961. Die Zeit aber,welche erfordert wird, einem Koͤrper eben denGrad der Waͤrme mitzutheilen, welchen dasjenigeWeſen hat, das ihn umgiebt, iſt ſowohl nach derGroͤſſe des Koͤrpers, als auch ſeiner DichtigkeitFigur und beſondern Natur verſchieden.

F. 2. Wenn ein heiſſer Koͤrper in einenkaͤltern gelegt wird, deſſen geringern Grad derWaͤrme oder Kaͤlte er nach und nach annimt;ſo geſchiehet das Abnehmen der Waͤrme jenesin den erſten Augenblicken viel ſtaͤrker, als inden folgenden, in welchen dieſes Abnehmen im-mer nach und nach geringer wird: wie man ſol-

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