mit den Wetterglaͤſern. 87
aemit der freyen Luft oder dem fluͤßigen Weſen,
„ worinnen ſie ſich befinden, gemein hatten.Dieſes Geſetz alſo, vermoͤge welches die vonden Koͤrpern zu ihrer Erhitzung und Abkuͤh-lung erforderten Zeiten, ſich wie ihre Dichtig-keit verhalten, iſt eine gar wahrſcheinliche Ver-muthung, welcher man ſehr leicht Beyfall giebt.Ja man behauptet ſo gar, es wuͤrde daſſelbedurch die Erfahrung beſtaͤttiget. Der HerrBoͤrhave druͤcket ſich daruͤber(a) folgendermaaſſen aus: als ich dieſer Sache nachdachte,“ſo hatte ich Gelegenheit, zu beobachten, daß ein“Koͤrper durch eben den Grad des Feuers alle“mal um deſto eher erhitzt wurde, je lockerer erwar; nachdem er aber einmal erhitzt worden,“er deſto mehr Zeit zu ſeiner Abkuͤhlung brauch-te, je dichter er war.— Wenn man alſo zweyGefaͤſſe eben dem Grade der Waͤrme ausſetzt,“deren eins mit Waſſer, das andere aber mit“Luft gefuͤllet iſt, ſo halte ich dafuͤr, es werde diezuft auch tauſendmal eher erhitzt werden, alsdas Waſſer, weil jene um eben ſo viel lockerer“iſt, als dieſes; und um ſo viel ſpaͤter das Waſ-ſer erhitzt wird, als die Luft, um eben ſo viel ſpaͤ“ter wird ſie auch wieder erkalten: ſo, daß mithin“die Luft tauſendmal eher wieder kalt wird, als“das Waſſer(d).— Man ſelze, es sen“ein Parallelepipedum mit Waſſer angefuͤllet,“F 4 und
(a) Ebendaſ. p. 200.(b. Eberdaſ. p. 279.