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Vollständige Anweisung zu der Verfertigung der Wettergläser, deren vielfältigem Gebrauche in physischen Versuchen, genauen Vergleichung mit einander, und einer Geschichte, dieser vorzüglichen Entdeckung. Nach dem englischen Originale des Herrn G. Martin, und der vermehrten französischen Ausgabe übersetzt
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90 Verſuche

ſeyn mag, ſo iſt es doch der Erfahrung auf keineWeiſe gemaͤß. Es iſt zwar wahr, daß die Luft

viel eher erhitzt wird und erkaltet, als irgend ein

fluͤßiges Weſen, welches mir bekannt iſt; es iſt

aber weit gefehlt, daß dieſes in eben der Verhaͤlt-

niß geſchehen ſollte, wie es ihre ausnehmend lo-

kere Natur, gegen andere fluͤßige Weſen erwogen,erfordert. Was alſo das Waſſer anlanget, ſowird daſſelbe zwar langſamer heiß und wiederkalt, als der Weingeiſt und das Oel ; das Queck-ſilber aber iſt, vermoͤge derjenigen Verſuche, dieich damit angeſtellet habe, und dem zuwider, wasman nach der Theorie von ihm behauptet, naͤchſtder Luft, dasjenige fluͤßige Weſen, welches beyder Waͤrme und Kaͤlte am allerempfindlichſtenwird, ob es gleich, naͤchſt dem Golde, der aller-dichteſte Koͤrper in der Natur iſt.

Ich that alſo in ein Glas 15 Unzen Queckſil-ber, und in ein anderes Glas von eben der Geſtaltund Groͤſſe, eine Quantitat Waſſer, welches amGewichte den 14ten Theil des Queckſilbers betrug,ſo, daß alſo der aͤuſſerliche Umfang beyder ohn-gefahr gleich viel betrug. Nachdem ich nun injegliches Glas ein Wetterglas geſetzt harte, ſo ließich ſie einige Zeit in der freyen Luft ſtehen, damitdas in den Glaͤſern befindliche Waſſer einen glei-chen Grad der Waͤrme oder Kaͤltt erlangen mochte,Als nun beyde Wetterglaͤſer genau den 46ſtenGrad zeigten, ſo ſetzte ich beyde Glaͤſer zugleich

dichte neben einander zu einem ſtarken FeuN 0