mit den Wetterglaͤſern. 89
ehen: der torricelliſche Raum verliehret die indemſelben erregte Hitze in einem Augenblicke,die in einem Gefaͤſſe eingeſchloſſene Luft aber dieihr mitgetheilte Waͤrme gar bald, der Wein-geiſt etwas langſamer, das Waſſer aber nochſpaͤter als dieſer, das Queckſilber am ſpaͤteſtenunter dieſen allen. Was nun die feſten Koͤrperanbetrift, wie z. E. Holz, Stein, Metalle, ſobehalten dieſedie Waͤrme obngefehr, in eben die-ſer Ordnung immer laͤnger.
Der Herr Muſſchenbroͤk(a) unterſtuͤtztauch dieſe Theorie mit verſchiedenen Betrach-tungen und ſetzt folgende Ordnung(d): wie z.E. Luft, Weingeiſt, Steindl, Terpentinoͤl, Ruͤ-benol, deſcillirter Weineßig, Waſſer, Salz-waſſer, Scheidewaſſer, Vitrioloͤl , Salpeter-geiſt, Queckſilber.
§. 18. Die Meynung, die dieſe Verfaſ—ſere von ſich haben, liefert uns eine anſehnlicheProbe von der menſchlichen Schwachheit, oderbeſſer zu reden, dem Stolze des menſchlichenVerſtandes, welcher die Natur ſolchen Geſetzenunterwirft, die nirgends anders vorhanden ſind,als in ſeiner Einbildungskraft. Das ſeyn ſol-lende Geſetz alſo, vermoͤge welches die Koͤrper,wenn ſie erhitzt werden oder erkalten, ſolle allemalin eben der Verhaͤltniß Zeit erfordern, als ſie dichtſind, ſo wahrſcheinlich es der Theorie immerF 5 ſeyn
() LA. de phvſ. 8. 969.
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