mit den Wetterglaͤſern. 115
Coppenhagen, unter der Breite von 1533,im 170gten Jahre bemerkt, daß das Queckſilberin dem Wetterglaſe auf den Grad o herunter
geſtiegen ſey().
§. 8. Wenn wir nun noch ein wenig wei-er gegen Norden gehen, obgleich noch diſſeitsder Breite von Island , ſo finden wir viel groͤß-ſere Grade der Kaͤlte, als alle diejenigen ſind,die wir in unſern Erdſtrichen jemals bemerktbaben. Denn im Jenner 1732 war die Kaͤltezu Upſal ſo heftig, daß der Weingeiſt in einemWetterglaſe der koͤniglichen Societaͤt, bis aufden 124ſten Grad herunter ſtieg; welches nachdem fahrenheitſchen Wetterglaſe ohngefaͤhr ei-nen Grad andeutet, welcher unter o iſt. ZuPetersburg , wo die Breite 99567 oder der
H2 faſt
(4) Der Herr Boͤrhave redet von dieſer merkwuͤr-digen Beobachtung des Herrn Romer, als obſie in Danzig angeſtellet worden waͤre; ichglaube aber vielmehr, daß er ſie in Coppenha-gen gemacht babe. Denn der Herr Derham(Philoſ. Tranſ. abr. IV. 2 p. 114.) hatte damalsdie Nachrichten von dieſer groſſen Kaͤlte zu Cop-penhagen in den Haͤnden, und ſagt, die Beob-achtungen waͤren von dem Herrn Nomer ange-ſtellet worden. So viel iſt gewiß, daß derHerr Römer damals in Daͤunemark geweſen,und ſich in Coppenhagen aufgehalten hat, woer vornehme Ehrenſtellen bekleidete, und auchim 11oten Jahre geſtorben iſt. Jedoch, demſebe wie ihm wolle, ſo tragt es zu der Wahr -heit der Beobachtungen nichts bey, ob dieſesauogemacht wird, oder nicht.