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Vollständige Anweisung zu der Verfertigung der Wettergläser, deren vielfältigem Gebrauche in physischen Versuchen, genauen Vergleichung mit einander, und einer Geschichte, dieser vorzüglichen Entdeckung. Nach dem englischen Originale des Herrn G. Martin, und der vermehrten französischen Ausgabe übersetzt
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mit den Wetterglaͤſern. 117

daß, wenn ſie die aͤuſſere Luft in ihre Kammergelaſſen haͤtten, ihnen die Kaͤlte derſelben kaumertraͤalich geweſen waͤre, weil es ihnen nicht an-ders gedaucht, als ob ihnen die Lungen zerriſſenwürden, und daß ſo gar in einem Augenblickedie in der Kammer befindlichen Duͤnſte in kleineSchneewuͤrbel verwandelt worden ſeyen. Wennman alſo die Grade 33 + 32 65, welche ſichzwiſchen dieſer Kaͤlte und dem Eispunkte befin-den, zuſammen rechnet; ſo findet man deren juſteben ſo viel, als zwiſchen dem Eispunkte undder gewoͤhnlichen Waͤrme eines Menſchen, welcheder 97ſte— 32 465 Grad iſt.

§. 9. So groß uͤbrigens dieſe faſt unbe-greifliche Kaͤlte iſt, ſo kann man doch durch dieKunſt, ſo gar in den gemaͤßigten Erdſtr ichen,noch einen weit hoͤhern Grad derſelben hervorbringen: weil es allerdings in unſerm Vermoͤ-gen iſt, einen ſolchen Grad der Kaͤlte zu erzeu—gen, welcher die Grenzen der Natur uͤberſteigt.Denn man hat gewiſſe Koͤrper, welche in demAugenblicke, da ſie mit einander vermiſchetwerden, eine viel groͤſſere Kalte annehmen, alseine jedwede von ihnen zuvor beſonders hatte.Wenn man alſo z. E. Salpetergeiſt auf denSchnee, zerſtoſſenes oder geſchabtes Eis gießt;ſo wird der Grad der Kaͤlte viel ſtaͤrker: undSahrenheit(2) hat es mit einer ſolchen Ver—H 3 miſchung,

(b) Boerhave, Chem . I. p. 162. Jluſlehenbr. Tent.Exp. Acad. Cin. add. p. 174.