mit den Wetterglaͤſern. 123
der Grade vor die Waͤrme, zu beſtimmen, undzwar ſo lange, bis wir von der Natur der Din-ge eine ausführlichere Erkenntniß haben, alsgegenwartig. Denn es iſt in der That gut,wenn wir die Grenzen unſerer Kraͤfte kennen,demuͤthig geſiehen, wie eingeſchraͤnkt unſere Er—kenutniß ſey, und ohne Unterlaß die vortreflicheBetrachtung des Caͤnzler Baco(a) vor Augenhaben, welcher ſaggt: Der Menſch iſt ein“Diener und Ausleger der Natur, er thut und“erkennet nichts, als was er verſucht oder beob-achtet, und weiter kann er nichts thun.“ Wo-durch uns dieſer groſſe Gelehrte zu verſtehengiebt, daß wir blos durch Erfahrungen undVerſuche unſere Erkenntniß erweitern koͤnnen.
II.Von der Waͤrme der Luft.
§. 12. In derjenigen Unterſuchung, die
wir eben(b) uͤber den erſten Grad oder Anfangder Waͤrme angeſtellet haben, und welchen wirnicht erreichen konnten, haben wir geſehen, daßdie Kalte in einigen Landern ſo heftig ſey, daßſich die Einwohner kaum darwider verwahrenkoͤnnen, und ſie auch den Thieren und Gewaͤch-ſen gleich unerträglich ſey. Es glaubten auchſchon
() Nox. Org. I. 1.(b) H. 6.— 10.