mit den Wetterglaͤſern. 143
aber gefunden, daß, wenn das Weiſſe in demEye hart gekocht werden ſollte, hierzu ein Gradder Hitze von obngeſaͤhr 196 Greden erfordertwerde. Im Jahr 18s iſt es im Sommer ſoheiß geweſen, daß an einem gewifſen Tage zuMontpellier (a) das Queceſilber in dem Weiter-glaſe des Amontons jo gar auf dem Eradedis kechenden Waſſers, welches auf unſerm Wet-terglaſe der 2 12 ſte iſt, geſtanden ſey.§ 21. Wenn man aber die Sache genaubetrachtet, ſo muß eine dergleichen ausnehmen-de Hitze als etwas auſſcrordentliches betrachtetwerden; welches alſo dem gewöhnlichen Laufeder Natur keinesweges gemaͤß iſt, ſondern nichtanders als in gewiſſen Zeiten und Umſtändenentſtehen kann. Denn in unſern gemäßigtenErdſtrichen erhebt die gewohnliche Sonnenwaͤr-me im Sommer unſer Wetterglas nicht bober,als zu Mittage bis auf den goſten oder= ſtenGrad uͤber den Eispunkt, oder den 3aſten rad,und Nachmittags iſt die Waͤrme der Luft imSchatten, ohngefaͤhr die Halfte von der vorher-gehenden. In den Laͤndern alſo, in welchenwir leben, iſt die gewoͤynliche Sonnenhine imSommer ohngefebr ſoſtark, als die Hitze unfe-rer Korper, die wir etwas ſtaͤrker gefunden ha-ben, als die Haͤlfte der Hitze des kochenden Waſ-ſers(b); wenn wir nehmlich annehmen, daft dieN Ver mi-(a) S. Nemoires de Acad. des Sciene. An. 7s.Pag. 15.(5) Ff. 11.