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Vollständige Anweisung zu der Verfertigung der Wettergläser, deren vielfältigem Gebrauche in physischen Versuchen, genauen Vergleichung mit einander, und einer Geschichte, dieser vorzüglichen Entdeckung. Nach dem englischen Originale des Herrn G. Martin, und der vermehrten französischen Ausgabe übersetzt
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mit den Wetterglaͤſern. 161

nen Indeſſen iſt es wahr, daß da die Luft,wegen ihrer lockern Beſchaffenßeit, durch dieWaͤrme und Kälte, ſehr viel leichter veraͤndertwerden kann, ſie oͤfters, vornehmlich des Tagesfruͤb und in der Nacht ein wenig kaͤlter iſt, alsdie Pflanzen, welche in dieſem fluͤßigen Weſenwachen, und aus eben dem Grunde ſcheint ſieoͤfters den Tag uͤber, ein wenig waͤrmer zu ſeyn.So bald aber die Waͤrme anhaͤlt, ſo nehmendie Pflanzen genau eben den Grad der Warmederjenigen Luft an, in welcher ſie leben. Wor-uͤber ſich der Canzler Haco(a) ſo ausdruͤcket:„Wenn man die Pflanzen anruͤhret, ſo bemer-“ket man an ihnen durchaus keinen Grad der“Waͤrme, weder an ihren Blaͤttern: noch dem“Innerſten der Staͤn gel.“

Was aber die Thiere anlanget, ſo habendieſelben, ſo ſehr wenig ihr Leben auch immerzu bedeuten haben mag, beſtaͤndig einen hoͤternGrad der Waͤrme, als die Luft oder das Waſ—ſer, worinnen ſie leben. Was wir aber amwenigſten geglaubt haͤtten, iſt dieſes, daß alleInſekten, ſo ſchwach und zart ſie auch ſchei—nen, die ſtrengſte Kaͤlte ertragen koͤnnen, ohne.daß ſie ihnen im geringſten ſchadet. Dennſie brauchen keine andere Bedeckung, auch beyder ſtrengſten Witterung, als die in die Rin-de der Baͤume und Geſtraͤuche gemachten Oef—nungen, die Loͤcher in den Mauren, oder auch

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(a) Nov. Org. II. 12.