160 Verſuche
nennen alſo diejenigen warme, welche der na-türlichen Waͤrme unſers Koͤrpers nahe kommen,die aber kalte, welche einen merklich geringernGrad der Waͤrme haben, und daher in unſermKoͤrper eine kalte Empfindung verurſachen,wenn wir ſie anruͤhren; obgleich ein jeglichesThier, zu Folge derjenigen Verſuche, die ichanzuſtellen, Gelegenheit gehabt habe, vermoͤ-ge desjenigen Lebens, das in ihm wohnet, alle-mal kaͤlter iſt, als das fluͤßige Weſen, worin-nen es lebt.
§. 36. Wenn man uͤbrigens auf diejeni-gen Stuffen Acht hat, durch welche man, inder Vergleichung aller und jeder lebendigerThiere mit einander, von den allerhitzigſtenThieren, bis zu der lebloſeſten Materie, gleich-ſam durch unmerkliche Vermiſchungen, herun-ter ſteigen will; ſo wird man inne werden, daßes ſehr ſchwehr ſey, den aͤuſſerſten Grad derWaͤrme fuͤr die Gewaͤchſe, oder die Grenzenzwiſchen dem vornehmſten Thiere und der ge-ringſten Pflanze zu beſtimmen. In allen Ver-ſuchen, die ich angeſtellet, habe ich kein einzi-ges Gewaͤchs antreffen koͤnnen, und eben ſowenig die allerlebloſeſte Mater ie, welche einenGrad der Waͤrme erlangt haͤtte, der ſtaͤrker ge.weſen waͤre, als der Grad der Waͤrme desjenl-gen fluͤßigen Weſens, in welchem ſich das Ge-waͤchs oder die Materie befindet, und welchenman von jenem deutlich haͤtte unterſcheiden koͤn-nen.