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Die ersten Gründe der Sternwissenschaft, in Beziehung auf die Gestirnbeschreibung / entworfen von Johann Heinrich Helmuth
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245
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Das fünfte Hauptstück vo« den

Anmerkung 2.

Kspernick hat nach seiner Scharfsinnigkeit zu«erst gezeigt, daß aus der Beugung der Erd«axe gegen ihre Laufbahn die Abwechseln»«gen der Jahrszeiten und die Ab « und Zunah«me der Tage sich erklären liessen Weil sichaber die Erdaxe bei ihrer Bewegung um dieSonne gegen eben denselben Punct des Him«mels beständig neiget und mit der Wcltaxeimmer parallel bleibt; (weil sich wiedrigeii«fals die Polhöhe auf der' Erde verändernwürde) so suchte er diesen parallelen Standder Erdaxe durch eine dritte Bewegung derErde, die er die abweichende Bewegung mo-tnrn restexioms nannte, begreiflich zu machen.Allein hierzu ist keine besondere Bewegung von«nöthen. Die parallele Lage der Erdaxe bleibteben daher unverändert: weil keine dritte Be«wegung vorhanden ist. Es ist auch gar keineUrsach da, woraus sich schlicsscn liest, daßdie Erdaxe sich senkrecht auf ihre Laufbahnrichten würde. Sie muß vielmehr gegen denstl«ben Punct des Himmels sich beständig migen,auf welchen sie einmahl gerichtet ist. Köper«nick würde daher vielen Einwürfen entgangenseyn, wenn er dieser Bewegung nicht gedachthatte. Wenn ein Kreisel, sagt daher Herr dela Lande S- 244. durch die Kreisbewegung/die ihm gegeben worden, sich auf einem Ti«sehe herum drehet, so kann der Tisch sirtge-tragen, von der Höhe nach der Tiefe, von derRechten nach der Linken, schief, kreisförmigbewegt werden, ohne daß dadurch die Bewe-gung

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