2. Kap.)
Privilegien.
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länder anzuregen, allein seit Christian I. hatten die Hansen auch gesetz-lich den Vorrang. Dieser König bestätigte ihnen alle ihre Privilegien(1455), gebot den Außerhansen 1469, nur mit 2 Schiffen jährlichWaaren an den bergener Strand und sonst nirgend anders hinzubringen,auch ihre Sachen nicht anders als en zros zu verkaufen. Dieses aufein Monopol für die Hansen hinauslaufende Gesetz wurde 1471 er-neuert. König Johann erklärte 1490, die Holländer dürsten nur inzwei Garten (Gewölben) mit Waaren ausstehen und nur mäßige Rück-frachten einkaufen. Die Hansen nahmen, wegen angeblich geleisteter Dienste,jetzt als contractlich ihnen gebührend in Anspruch, was ihnen früherdie Gnade des Königs allein bewilligt hatte. Die von König Erichwährend der wendischen Fehde zu Bergen angesiedelten und begünstigtenEngländer verjagte der Freibeuter Voet und diese Insulaner verdarbenes vollends durch ihre eigenmächtige Jslandssahrt mit den Dänenköni-gen, ungeachtet Heinrich VI k. noch auf Schutz für seine Unterthanen inNorwegen gedrungen hatte. Auch die 1489 und 1490 von KönigJohann den Engländern gewährte Verkehrsfreiheit mit Norwegen, sowiedie gestattete stete Jslandssahrt, nützten jenen bei dem Einfluß der Han-sen auf die Nordlandssahrer wenig gegen die Deutschen.
Interessant sind die Nachrichten über die Einrichtungen und Ver-hältnisse der Hansen, über ihren Verkehr, in Bergen selbst. Die Stadtliegt hufeisenförmig an dem Ufer des Meerbusens Bergenwaag. Dierechte, älteste Seite hieß die Brücke oder sonst wegen dcr Uebermacht derDeutschen Garpenbrücke, die linkeder Overstrand. An der letz-teren dursten auch Außerhansen anlegen und handeln, jedoch unter Auf-sicht der Deutschen, welche noch unter König Johann sich bestrebten, all-mäligBürger und Fremde auch ausBuden und HäuserndesOverstrandSzu vertreiben. Die Brücke, die eigentliche hansische Factorei, erstrecktesich von der Schloßseite (dem Dreppen) an bis znr Brücken-Pforte; daran stieß das Quartier der deutschen Handwerker, dieSchustergasse, welche als die comtoirische Vorstadt mit dem Strandeeinerseits, mit der Brücke an dem andern Ende zusgmmenhing. Früherlebten die Deutschen, als sie noch nicht überwintern dursten, als Liggere(Einlieger) bei den Bürgern, aber später besaßen sie die Brücke ganz