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Die Holländer.
s3. Abschnitt.
III. hatte durch Bedrückung der Kaufleute alle Handelsstädte gegen sichaufgebracht und dadurch die Holländer zum Hausabunde Hingetrieben,Erich XI. entftemdete sie demselben wieder, als er Eifersucht und Un-einigkeit unter den Städten durch Bevorzugung einiger von ihnen her-vorrief. An der Kölner Konföderation (17. Nov. 1367) zu Gunstenfreier Schifffahrt betheiligten sich Amsterdam und Briel, Namens derholländischen Städte: gewonnen wahrscheinlich durch später nicht ge-haltene Versprechungen. Wenigstens wollten 1387 die Hansen von denHolländern nichts wissen, ihnen die Ostseefahrt nicht gestatten; sie solltenihre Waaren nach Hamburg bringen und dort Rückfracht einnehmen.Deshalb hatte Hamburg in Amsterdam, Stavern und Deventer seineBrauergenoffenschasten. In Bergen wurden die Holländer auf zweiSchiffe beschränkt, nach Livland dursten sie gar nicht und am schottischenHeringsfange und dem russischen Handel nur unter Beschränkungen Theilnehmen. Dagegen gingen die Holländer Schleichwege, befrachteten sichin verbotenen Häfen (Klipphäfen), wie Femarn, und als sie 1423 sich mitErich XI. gegen die Hansen verbündeten, folgte ein SOjähriger denHansen nachtheiliger Krieg. Ihnen wurden 1427 schon 30 reicheSchiffe, 1435 23 mit reicher Ladung von Spanien ansegelnde preußi«sche Schiffe durch die Holländer weggenommen. Die Hansen verboten1440 die Einfuhr holländischer Waaren, worauf die Ritterschaft Hol-lands und Seelands den Hansen Krieg erklärte und 80 kleine Kaperausrüstete, welche bewirkte», daß die Schiffahrt nach Hamburg bis 1441stockte. Der in diesem Jahre geschlossene kopenhagener Friede, in demWismar allein einen Schaden von 34,000 Fl. reclamirte, ward nichtgehalten; die Bremer kaperten 11 holländische Schiffe und der 1444 zuCampen der Stadt Göttingen übertragne Güteversuch hatte wegen Ein-mischung des Herzogs von Burgund kein Resultat. Der Krieg dauertefort, bis 1480 ein 24jähriger Friede zu Stande kam, in welchem denHolländern aber die Ostseesahrt nicht gestattet wurde und die holländi-schen Zölle erhöht blieben. Obschon seit den flandrischen Unruhenunter Maximilian ein bedeutender hansischer Verkehr mit Amsterdamund Middelburg stattfand, so verweigerten doch die Holländer noch 1482jede Beihilfe znr Sicherung der Schiffahrt mittelst Stellung bewaff-