Band 
Erster Band.
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Wusterwiß. m

über den Ställen, um der schädlichen Lust denAusgang zu verschaffen.

Die Kolonistenhäuser hingegen sind alle mitSchorstcincu versehen, und überhaupt mehr nachder im übrigen Deutschlande üblichen Bauart,undjedes auf vier, oder auch acht Familien einge-richtet. Jede Familie hat eine Stube, eine Ne-benkammer und einen kleinen Keller. Der Grafhat sich zur Regel festgesetzt, keinem KolonistenGeld vorzuschießen,-und dieselben dafür mit al^lein nöthigen Hausrath, Bette, Tische, Stühle,Gcwerksinstrumente u. f. w. zu versehen. Dieseskam ihnen anfänglich sehr hart vor, nachheraber haben manche ihrem Herrn gedanket, undaufrichtig gestanden, daß, wenn er ihnen Geldstatt Mobilien gegeben, sie sich leicht hattenverleiten lassen, wie viele anderwärts gethan,das Geld zu verzehren, und denn aus Furchtund Noth davon zu laufen. Cs giebt unterdiesen Kolonisten, darunter viele Sachsen undFranken sind, geschickte Leute, die verschiedeneHandwerker treiben, und auch in Benutzung ih-res Gartens Geschicklichkeit zeigen.

Die gebohrnen pommerischen Unterthanen sol-len zur Trägheit geneigt seyn, wozu, wie beyvielen andern Nationen, die Seltenheit ihrer Be-dürfnisse etwas beytragen mag; denn sie brau-chen wenig baares Geld, und verfertigen selbstnur etwas langsam, beynahe alles, was sie' von-

Nöthen