Band 
Erster Band.
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WusterwiH.

nöchen haben. Au ihrer Kleidung schaffen siesich, die Hure und die Schuhe ausgenommen, gar, nichts für Geld an. Ein jeder Bauer, wobeyich die Weiber allemal mit versiehe, isi sein eige-ner Woll- und Leineweber, und hat seinen We-berstuhl, daher am.) eine große Menge Leinwandjährlich auf die Jahrmärkte der Städte in dieserGegend kommt, aus deren Verkauf die Landleutedas nöthige Geld zu den Abgaben und den übri-gen geringen Bedürfnissen einlösen. Dabey sindsie geschickte Färber und besitzen, wie die von denpetersburgischcn Naturforschern und von Tau-be *) beschriebene Volker, die Kunsi aus gewis-sen auf ihren Feldern wachsenden Pflanzen rechtschöne Farben zu ziehen, unter welchen sich vor-züglich die rothe sehr gut ausnimmt.

Es ist mir gesagt worden, daß sie dazu dieWurzel eines gewissen Krautes, das sie Rockesnifle nennen, gebrauchen, vielleicht sind es eherdie kleinenWürmer, deren ich bey dem Gollenbergeerwähnt habe, und die ebenfalls Rocbemlle ge-nannt werden. Aum Draunfärbcn nehmen sieEichen und Elsenrinde, und zum Gelben bedie-nen sie sich der Birkenrinde. Um sich aber dieMühe des Färbens zu ihrer alltäglichen Kleidungzu ersparen, halten sie, so viel sie können, schwarzeSchaafe, deren Wolle sie mit den weißen vermi-schet»,

*) Beschreibung vdnSclavonien und Sinnir»,Leipj. 1777.